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»Ein Tanz von Kraft um eine Mitte« von Anja Lüdtke

26. September 2020 bis Ende April 2020 / 2. Ausstellung 2020

Anja Lüdtke, »Auguries«, 2018

Anja Lüdtke zeigt in ihrer Ausstellung einen Querschnitt durch ihr künstlerisches Schaffen. Sie entwickelt ihre Arbeiten ausgehend von Texten, die innere Bilder in ihr erzeugen.
Diese Texte begleiten sie oft über lange Phasen und werden immer wieder aufs Neue in Schriftbilder übersetzt. Daraus ergeben sich inhaltliche Werkblöcke in gestalterischen Variationen. Neue Erfahrungen und Sichtweisen verändern Birgit Nass, »Rose«, 2020 im Lauf der Jahre den Blick auf das Repertoire ihrer Lieblingstexte und machen so die Entwicklung der künstlerischen Gestaltung deutlich.
Die wichtigsten Elemente in den Kalligrafien von Anja Lüdtke sind Form, Linie, Rhythmus und Bewegung. Oft setzt sie die Schriften so frei auf das Blatt, dass im ersten Eindruck gar keine Buchstaben erkennbar sind. Der zeichnerische Duktus, die Bewegung der Linien, sowie das Zusammenspiel von Formvarianten und rhythmischen Mustern stehen im Vordergrund. Anja Lüdtke versteht historische Schriften als Vokabular, mit dem sie im freien Spiel gestaltet. Sie bilden zwar den Ausgangspunkt ihrer formalen Überlegungen, die Kalligrafin geht aber darüber hinaus, verformt sie und wandelt sie ab. Jedes Schriftbild zeigt eine individuelle Form des Textes, die Lesbarkeit steht dabei nicht im Vordergrund.