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Joachim Propfe: Entwurf und Werk

22. Juni bis 22. September 2019 / 2. Ausstellung 2019

Joachim Propfe: Entwurf (links) und ausgeführtes Werk (rechts)

Joachim Propfe: Entwurf (links) und ausgeführtes Werk (rechts)

Neugierige Menschen, die zufällig beim Entstehen einer Kalligrafiewand vorbeikommen, fragen, meinen Schriftpinsel betrachtend, ob ich auch klein schreiben könnte.
Ja, kann ich! Denn alles, was auf der Wand entsteht, existiert zuvor als Entwurf. Und der wird von Hand gefertigt – maßstäblich, denn der Auftraggeber will vorher sehen, was hinterher auf der Wand sein wird. Und obwohl ich große Maßstäbe wie z. B. 1:10 verwende, sind 30 mm Zeilenhöhe auf der Wand eben nur 3 mm im Entwurf, was je nach Schriftart den Einsatz einer 0,5 mm Feder nach sich zieht. Nachdem eine Entscheidung getroffen, das Werk ausgeführt wurde, verschwinden die Entwürfe in meinem Zeichnungsschrank. Eigentlich schade, denn in ihnen ist das Wesen des Werkes ganz ursprünglich vorhanden, hier hat sich Kreativität zu Kunst entfaltet. Also Grund genug, das Archiv einmal zu öffnen. Zum ersten Mal zeigt das Schrift- und Heimatmuseum Bartlhaus eine Auswahl dieser Entwürfe, teils in Gegenüberstellung mit einer Fotografie des fertigen Werkes. In einem Fall kann man Entwurf und Werk direkt miteinander vergleichen, da ich im vergangenen Jahr eine Wand im Feichtingerraum mit meiner Schriftkunst gestaltet habe.
Joachim Propfe