Übersicht Ausstellungsarchiv Kalligraphie und Schriftkunst 1992 bis 2015

2. Ausstellung 2003 | Katharina Pieper

Katharina Pieper wurde 1962 in Saarlouis geboren und studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Wiesbaden, wo sie 1987 mit einem Diplom bei Prof. Werner Schneider abschloss. Ausserdem absolvierte sie zahlreiche fachbezogene Weiterbildungen, so u.a. bei Prof. Martin Andersch oder Sho-Do-Meister Nangaku Kawamata. Von 1988 bis 1998 hatte Katharina Pieper Lehraufträge für Schriftgestaltung an der Fachhochschule Mainz, der Hochschule für Bildende Künste Saar und der Fachhochschule Wiesbaden. Seit 1991 leitet sie regelmässig Fortbildungslehrgänge und Seminare mit Schwerpunkt berufliche Weiterqualifikation in mehreren europäischen Ländern, aber auch in den USA oder Südafrika.

Katharina Pieper hält seit 1991 immer wieder bei Kalligraphie- und Schriftsymposien im In- und Ausland Vorträge und Workshops für Fachpublikum und Laien. Von 1997 bis 2003 war sie Vorsitzende der internationalen Gesellschaft zur Förderung der Literatur und Schriftkunst »ArsScribendi« und gab die gleichnamige Zeitschrift heraus. Zudem hat sie Beiträge in zahlreichen Fachbüchern und Fachzeitschriften veröffentlicht und das Buch »Schrift Schreiben« verfasst, das 1991 im Bruckmann-Verlag München erschien.

Arbeiten von Katharina Pieper waren schon bei Ausstellungen in vielen europäischen Städten, aber auch in New York, San Franciso, Kapstadt, Reykyavik und in Australien zu sehen. Mit Buchunikaten und Schriftgraphiken ist die Künstlerin in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, seit 1996 auch mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse.

Über das Schaffen der Künstlerin schreibt Prof. Werner Schneider: »Katharina Pieper führt uns mit ihren Arbeiten in eine visuelle Klangwelt von Buchstaben. Sie verdeutlicht höchst eindrucksvoll, welch faszinierender Formenreichtum sich hinter diesem Medium verbirgt. Der Welt der Glätte, Stereotypie und Perfektion setzt Katharina Pieper durch eigenschöpferische Formensprache kostbare Elemente der Individualität entgegen. Von der betont klassisch-statischen Ausgangsform über malerische Umsetzungen bis hin zu expressiv-theatralischen Interpretationen beherrscht Frau Pieper eine enorme Bandbreite an schriftkünstlerischen Ausdrucksweisen. Immer gewinnt man beim Anblick ihrer Unikate den Eindruck, dass sie aus einer Echtheit und Wahrhaftigkeit im Umgang mit künstlerischer Form resultieren«. (Gekürzt aus dem Buch: »Alles Fliesst – Worte im Fluss«, Katharina Pieper Edition, 2000)

Siehe auch www.schrift-kunst.de

   
 

»Wasser« – Kalligraphie

»Nirgendhin . . .« – Kalligraphie


»In allem ist ein Walten« – Kalligraphie