Übersicht Ausstellungsarchiv ExLibris und Buchkunst 1992 bis 2015

1. ExLibris-Ausstellung 2008 | Karl-Georg Hirsch

Prof. Karl-Georg Hirsch wurde 1938 in Breslau geboren und arbeitete viele Jahre an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig, wo er auch als künstlerischer Leiter
der Werkstatt für Holzschnitt wirkte. 1989 zum Professor berufen, schied er 2003 als Emeritus aus dem Lehramt aus.

Sein künstlerisches Werk präsentiert eine Traditionslinie, die von Dürer und Cranach über Bewick, Grandville und Faworski bis ins Heute reicht. Durch das Umsetzen einer Bildidee auf den Stock und das Eingraben mit dem Stichel in das spröde Material verbindet sich hier ein hohes künstlerisches Vermögen mit großer handwerklich-stecherischer Meisterschaft. Für seine Arbeiten hat er seit 1965 zahlreiche Preise, Medaillen und Auszeichnungen erhalten.

Karl-Georg Hirsch präsentiert und charakterisiert seine Figuren mit den Mitteln der Groteske. Das oberflächliche Betrachten der Szenerie wird schnell von einem Lächeln begleitet, das einem aber oft im Gesicht gefriert, wenn man sich auf die Gestalten einläßt.

Alle Exlibris haben vielfach einen eindeutigen Bezug zur Zeitgeschichte. Sie legen Zeugnis ab, daß ein engagierter Künstler auch bei reinen Auftragsarbeiten eine eindeutige moralische Position zu beziehen vermag.

Karl-Georg Hirsch zeigt sich dem geneigten Betrachter in seinem gesamten Werk als ein Philantrop, der die Hoffnung nicht aufgegeben hat, daß die Menschheit aus der Geschichte lernen könne. Dazu möchte er ein Scherflein beitragen.

Peter Labuhn

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Exlibris von Karl-Georg Hirsch