Übersicht Ausstellungsarchiv Kalligraphie und Schriftkunst 1992 bis 2015

3. Kalligraphie-Ausstellung 2009 | Kalligrafien Sigrid Goldschmidt

Sigrid Goldschmidt wurde 1943 in Gleiwitz (Oberschlesien) geboren und schreibt über sich: Seit dem 11. Lebensjahr wohne ich in Aachen, wo ich im Jahr 1966 das Ingenieurstudium als Dipl. Ing. für Architektur abschloß. Ich bin verheiratet und habe einen Sohn.
Meine künstlerische Laufbahn begann schon in der frühen Kindheit. Nach dem Fertigen von Scherenschnitten, zu denen bald mit der Bandzug- und Redisfeder geschriebene Verse hinzugefügt wurden, besuchte ich Ende 1976 dann Ton- und Kupferstichkurse.
1988 kam dann die Wende zur Kalligrafie, als ich bei Herrn Prof. Werner Eikel als Gasthörerin an der FH in Aachen an seinen Kalligrafie- und Ornamentikseminaren teilnehmen durfte. Hier lernte ich die Kunst des schönen Schreibens von der Pike auf.
Nach dem frühen Tod Werner Eikels besuchte ich Kalligrafie-Seminare im In- und Ausland bei namhaften Schriftkünstlern. Es folgten jährliche Ausstellungen in Aachen, in Michelstadt und in Norddeutschland. Neben Auftragsarbeiten leite ich seit 2001 mit großer Freude eigene Kalligrafiekurse.
Gerne schreibe ich gute Texte aus der klassischen Literatur, u. a. von Goethe, Heine, Hesse und Schiller.
So gefiel mir der Gedanke, das »Lied von der Glocke« von Friedrich von Schiller als Gesamtkunstwerk zu gestalten, das ich hier nun zum ersten Mal in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiere. Am 10. November jährt sich Friedrich von Schillers Geburtstag zum 250. Male.
Ich schreibe gerne auf Büttenpapieren und auf Pergament und bin seit einigen Jahren begeistert von der Collagetechnik durch Seminare mit Brody Neuenschwander.
1988 wurde ich Mitglied in der neugegründeten belgischen Kalligrafievereinigung, 1989 holte mich Herr Eikel in die Gesellschaft »ARS Scribendi« als Kuratoriumsmitglied und sechs Jahre war ich dort auch als Schatzmeisterin tätig. Seit 2006 bin ich Mitglied in der »Schreibwerkstatt Klingspor« und 2007 trat ich der Schweizerischen Kalligraphischen Gesellschaft bei.
Schon lange begleitet mich dieser Text von Werner Eikel: »Kalligrafie, die Kunst des schönen Schreibens, ist eine der reizvollsten und kreativsten Beschäftigungen. Sie regt die Phantasie an, beruhigt die Nerven, entspannt den Körper, hält den Geist frisch, schafft Zufriedenheit und Anerkennung. Als Gegenleistung erwartet sie Geduld, Ausdauer und Selbstdisziplin.«

 

Informations-Folder zu dieser Ausstellung
 


Collage, Frakturschriftbild


»Licht und Schatten«, Acryldruck (Ausschnitt)


»Das Lied von der Glocke«, 1. Seite